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Stadtarchiv Soest, Nachlass Hugo Kükelhaus, P56

Hugo Kükelhaus wurde am 24.03.1900 in Essen geboren. Nach dem Abitur arbeitete er als Schreiner und studierte danach an verschiedenen deutschen Universitäten die Schwerpunkte Soziologie, Philosophie, Mathematik (Logik) und Physiologie. In zahlreichen freiberuflichen Tätigkeiten, wie z. B. Innenarchitekt, Journalist, Autor, bildender Künstler, Philosoph und Berater, suchte er Antwort auf folgende Frage:

„Wie kann der Mensch wieder leibhaftig zur bewussten Wahrnehmung seiner Organe fähig werden und zum Einklang mit seinem ganzen Körper finden?“

Diese Frage war sein ständiger Antrieb, der sich sowohl in Schrift als auch in praktischen Arbeiten ausdrückte.

Unter anderem befasste sich Hugo Kükelhaus mit der physiologischen Gestaltung von handwerklichen und industriellen Gebrauchsgütern, aber auch mit der Gestaltung von Kinderspielzeug. So entwickelte er 1939 beispielsweise die „Greiflinge“, eine Serie von Holzspielzeug für Kleinstkinder.

Kind auf Steinpendel: Foto: R. Lubricht, FotografVon 1939 bis 1945 war er Soldat, wurde jedoch zeitweise freigestellt, um in Lazaretten körperbehinderten Verwundeten zu einer handwerklichen Rehabilitation zu verhelfen.

Nach weiteren Betätigungen als Schriftsteller widmete er sich intensiver der Untersuchung über die Sinnesprozesse. Ab ca. 1960 entwickelte er „naturkundliches Spielwerk“. Mit 12 seiner Erfahrungs- und Spielstationen nahm Hugo Kükelhaus 1967 an der Weltausstellung in Montreal teil und zeigte seine Konstruktionen so erstmals der Öffentlichkeit. Somit waren die ersten Bausteine für seine nachfolgenden „Erfahrungsfelder zur Entfaltung der Sinne“ gelegt.Frage nach dem Durchgang - Grafik: N&E GmbHDen Zusammenklang aller menschlichen Sinne und ihre ständige Herausforderung und Übung hielt Hugo Kükelhaus für unerlässlich und bereichernd zugleich.

Ab 1973 fungierte er als Berater gegen die „unmenschliche Architektur“ und wirkte an einer „organgesetzlichen Architektur“ beim Bau von Schulen, Kindergärten, Industriebetrieben und Kliniken mit.Sein mittlerweile wohl bekanntestes Werk, das „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“, wurde 1975 erstmals bei der Handwerksausstellung „EXEMPLA“ in München präsentiert und ist seitdem als Wanderausstellung in zahlreichen Städten in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Es bildet auch die Grundlage zur „Welt der Sinne“ im Natur- und Erlebnispark Bremervörde.

Hugo Kükelhaus starb 1984 in Herrischried.

Hier geht es zur Kükelhaus-Gesellschaft Soest e.V.

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